{"id":3900,"date":"2024-09-10T10:43:05","date_gmt":"2024-09-10T08:43:05","guid":{"rendered":"https:\/\/decker-vt.de\/?p=3900"},"modified":"2024-09-10T10:43:05","modified_gmt":"2024-09-10T08:43:05","slug":"abfuellanlage-awsv-starkniederschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/abfuellanlage-awsv-starkniederschlag\/","title":{"rendered":"Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag"},"content":{"rendered":"<h2>Die Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag<\/h2>\n<p>In den letzten Jahren ist eine H\u00e4ufung von Starkniederschlagsereignissen zu beobachten. Es stellt sich daher die Frage, wie damit beim Umgang mit wassergef\u00e4hrdenden Stoffen umzugehen ist, insbesondere bei der Bemessung des erforderlichen R\u00fcckhaltevolumens der <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/awsv\/__33.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abf\u00fcllanlage AwSV<\/a> bei Starkniederschlag, d.h. den baulichen Anlagen, die bei der Bef\u00fcllung von Chemikalientanks in einem Industriebetrieb mit einem Tankfahrzeug erforderlich sind. Der Beitrag soll beispielhaft f\u00fcr ein <a href=\"https:\/\/decker-vt.de\/anlagenplanung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Engineering<\/a> die rechtlichen Anforderungen an die AwSV Abf\u00fcllanlage zusammenfassen, insbesondere unter Anwendung des 30a-Betrachtungszeitraumes f\u00fcr Niederschl\u00e4ge. Im Ergebnis zeigt sich, dass AwSV-Abf\u00fcllanlagen ohne \u00dcberdachung (bei denen &#8211; wie in der Regel &#8211; auch eine witterungsunabh\u00e4ngige Bef\u00fcllung vorgesehen ist) um den Faktor 1,5 zu klein sind.<\/p>\n<p>Bewertung im Einzelnen:<br \/>\nRechtlich relevant f\u00fcr die Beurteilung der Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag ist zun\u00e4chst die <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/awsv\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AwSV<\/a>, \u00a7 1 Abs. 1 AwSV, da mit wassergef\u00e4hrdenden Stoffen umgegangen wird.<\/p>\n<p>Damit gelten zun\u00e4chst f\u00fcr alle Anlagenteile der Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag die grunds\u00e4tzlichen Anforderungen des \u00a7 17 Abs. 1 AwSV, d.h. Best\u00e4ndigkeit, Dichtheit im Sinne von Fl\u00fcssigkeitsundurchl\u00e4ssigkeit \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 786, 2.1.3, etc. f\u00fcr die Anlage selbst (also auch Rohrleitungen und Schl\u00e4uche), Sichtbarkeit sowie die Notwendigkeit der R\u00fcckhaltung eventuell austretender wassergef\u00e4hrdender Stoffe, \u00a7 17 Abs. 1 Nr. 4 AwSV in Form von R\u00fcckhalteeinrichtungen im Sinne des \u00a7 2 Abs. 16 AwSV.<\/p>\n<h3>R\u00fcckhalteeinrichtung Abf\u00fcllanlage<\/h3>\n<p>Diese R\u00fcckhalteeinrichtung an der Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag ist gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/awsv\/__18.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 18 Abs. 2 AwSV<\/a> fl\u00fcssigkeitsundurchl\u00e4ssig und abflusslos (Ausnahme Niederschlagswasser im Folgenden) auszuf\u00fchren. Das erforderliche R\u00fcckhaltevolumen bemisst sich nach \u00a7 18 Abs. 1, 2, 3 Nr. 2 AwSV nach dem Volumen, \u201edas bei gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichem Volumenstrom bis zum Wirksamwerden geeigneter Sicherheitseinrichtungen freigesetzt werden kann\u201c. Dies umfasst auch das m\u00f6gliche Ausheben, sofern keine Sicherheitseinrichtung eingebaut ist, \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. <a href=\"https:\/\/shop.dwa.de\/DWA-A-779-Technische-Regel-wassergefaehrdender-Stoffe-TRwS-Allgemeine-technische-Regelungen-Juni-2023\/A-779-PDF-23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DWA-A 779:2023<\/a> Nr. 6.1.1 Abs. 7. Dies ist jedoch in der Regel der Fall bzw. leicht nachr\u00fcstbar, um nicht auch noch das Volumen des\/der zu bef\u00fcllenden Beh\u00e4lter(s) auffangen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>a. Volumen der R\u00fcckhalteeinrichtung F\u00fcllanlage<br \/>\nEs ist also nur die Pumpleistung des LKW zu ber\u00fccksichtigen (sonst: zzgl. evtl. R\u00fccklauf aus der Leitung inkl. Ausheben eines Beh\u00e4lters) sowie evtl. Niederschlagswasser.<\/p>\n<p>aa. Dimensionierung der R\u00fcckhalteeinrichtung<br \/>\nDie Abmessungen der R\u00fcckhalteeinrichtung bemessen sich bei Abf\u00fcllanlagen i.S.d. \u00a7 2 Abs. 18 AwSV gem\u00e4\u00df \u00a7 2 Abs. 16 AwSV i.V.m. \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 779:2023 Nr. 2.1.11, 2.1.10 aus dem Wirkbereich inkl. Ablauf.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Wirkbereich i.S.d. \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 779:2023 Nr. 6.1.5.1 i.V.m. 6.1.5.2 Abs. 1 bemisst sich grunds\u00e4tzlich linear vom Anschluss des Tankwagens bis zum Anschluss des Beh\u00e4lters mit 2,5 m in alle Richtungen. D.h. konkret an der Schlauchleitung und dann an der Rohrleitung entlang eines Korridors von 5 m Breite.<\/li>\n<li>Der Wirkbereich kann durch Spritzschutzma\u00dfnahmen verkleinert werden, \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 779:2023 6.1.5.1 Abs. 3 (z.B. auch durch W\u00e4nde, wie dies regelm\u00e4\u00dfig der Fall ist).<\/li>\n<li>Weiterhin kann die L\u00e4nge des Korridors durch die Ausnahmen des \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 779:2023 6.1.5.2 Abs. 2, 3. Spiegelstrich verk\u00fcrzt werden: doppelwandige Rohrleitungen (mit Leckanzeigeeinrichtung nach DWA-A 779:2023, 6.3.3 i.V.m. 7.2) vom Abf\u00fcllschrank zum Lagerbeh\u00e4lter, wodurch sich der linienf\u00f6rmige Wirkbereich in einen punktf\u00f6rmigen Wirkbereich von 2,5 m um die Anschl\u00fcsse \u00e4ndert.<\/li>\n<li>Alternativ ist auch eine Rohrleitungsausf\u00fchrung nach <a href=\"https:\/\/de.dwa.de\/de\/regelwerk-news-volltext\/oberirdische-rohrleitungen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DWA-A 780<\/a>-2, die f\u00fcr Duroplaste grunds\u00e4tzlich nicht mehr gilt \u00a7 1 Abs. 2, Abs. 4 Spstr. 7 DWA-A 780-2, m\u00f6glich, sofern f\u00fcr jede Rohrleitung mit WGK2-Stoffen eine Einzelfallbeurteilung eines \u201eSachverst\u00e4ndigen f\u00fcr Kunststoffe\u201c (z.B. DVS 2213?) vorliegt und von einem Sachverst\u00e4ndigen auf Plausibilit\u00e4t gepr\u00fcft wurde.<br \/>\n&#8211; Sofern die verwendeten Schlauchleitungen des Chemielieferanten hinsichtlich Beschaffenheit, Verlegung und Betrieb der Schlauchleitungen sowie Wartung und Pr\u00fcfung der T 002:2018 der BG Rohstoffe und chemische Industrie entsprechen und dies entsprechend dokumentiert ist, ist eine weitere Reduzierung des Wirkbereiches auf 0,5 m um die Schlauchleitung und 2,5 m punktf\u00f6rmig um die Verbindungsstelle ausreichend.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Typischerweise ergibt sich daraus &#8211; vereinfacht, aber in der Praxis \u00fcblich &#8211; eine Wanne von 13 x 5,1 m = 66,3 m\u00b2, auf der der LKW vollfl\u00e4chig steht (sowie ggf. eine zus\u00e4tzliche Wirkfl\u00e4che von 13 * 2,5 = 25,5 m\u00b2 in Richtung der Anschl\u00fcsse). Diese wird im Folgenden jedoch nicht ber\u00fccksichtigt, da sie im Einzelfall leicht bzw. ohnehin durch W\u00e4nde oder Spritzschutz begrenzt werden kann).<\/p>\n<p>bb. Pumpleistung bei Bef\u00fcllung<br \/>\nF\u00fcr den Bef\u00fcllvorgang der Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag ist mangels Nachfolgeregelung DWA-A 785:2009, 5.1 i.V.m. 5.3.1 i.V.m. 5.3.2 heranzuziehen: Die Abf\u00fcllleistung des Tankwagens betr\u00e4gt temperaturabh\u00e4ngig (insbesondere bei NaOH im Winter) max. ca. 8 m\u00b3\/h (die tats\u00e4chliche Leistung wird i.d.R. vom Betreiber selbst ermittelt, da er die Verladezeiten durch den Chemikalienlieferanten leicht selbst erfassen kann). Die LKW sind in der Regel mit einer Totmannschaltung ausger\u00fcstet, daher gilt 5.3.2: ta = 45 sec, unter Totmannschaltung in der Betriebsanweisung zu verwenden. Nach der Gleichung in 5.1 ist das R\u00fcckhaltevolumen R in m \u00b3 = Volumenstrom Pumpe in m\u00b3\/h * Zeit in Stunden; R = 8m\u00b3\/h * (45 s bzw. 0,0125 h); R = 100 L. Somit ist allein f\u00fcr den Abf\u00fcllvorgang der Chemikalien bzw. wassergef\u00e4hrdenden Stoffe (unter Verwendung des Totmannschalters) ein Volumen von 100 l ausreichend.<\/p>\n<p>Da auch geringe Spritzverluste zur\u00fcckgehalten werden m\u00fcssen (\u00a7 17 Abs. 1 Nr. 3 AwSV), wird empfohlen, zus\u00e4tzlich Chemikalienbindemittel zu verwenden, da ansonsten die Fl\u00e4che nach dem Abf\u00fcllen regelm\u00e4\u00dfig gereinigt und das Reinigungswasser in der innerbetrieblichen Abwasseranlage behandelt werden muss (sofern dies in der wasserrechtlichen Indirekteinleitergenehmigung als Abwasserstrom vorgesehen und genehmigt ist).<\/p>\n<p>cc. Niederschlagswasser<br \/>\nHinzu kommt noch eventuell anfallendes Niederschlagswasser, sofern keine vollst\u00e4ndige Abdeckung vorhanden ist, \u00a7 19 Abs. 7 AwSV i.V.m. \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 779:2023 Nr. 6.1.2 Abs. 6, die eigentliche Frage des Beitrags Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag.<\/p>\n<p>In diesem Fall sind Abl\u00e4ufe in R\u00fcckhalteeinrichtungen nach \u00a7 19 Abs. 1 AwSV i. V. m. \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i. V. m. DWA-A 779:2023 Nr. 6.1.1 Abs. 5 zul\u00e4ssig. Der Ablauf ist f\u00fcr die Dauer der Bef\u00fcllung zu verschlie\u00dfen und darf erst nach Feststellung der Kontaminationsfreiheit in die Kanalisation eingeleitet werden \u00a7 19 Abs. 7 AwSV i.V.m. \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 779:2023 Nr. 6.1.2 Abs. 7. Eventuell verunreinigtes Niederschlagswasser ist entweder extern zu entsorgen oder in der betriebseigenen Abwasseranlage zu behandeln, sofern die Abwasseranlage daf\u00fcr ausgelegt ist (i.d.R.: ja) und die Behandlung des verunreinigten Niederschlagswassers in der Abwasseranlage von der Indirekteinleitergenehmigung umfasst ist (i.d.R.: nein).<\/p>\n<p>Die Abdeckung ist im \u00dcbrigen nur dann vollst\u00e4ndig, wenn sie den Rand der R\u00fcckhalteeinrichtung sowie die in die R\u00fcckhalteeinrichtung entw\u00e4ssernden Fl\u00e4chen um mindestens das 0,6-fache der lichten H\u00f6he der Abdeckung \u00fcberragt. Die lichte H\u00f6he kann z. B. durch Wettersch\u00fcrzen oder W\u00e4nde verringert werden. \u00a7 19 Abs. 7 AwSV in Verbindung mit \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV in Verbindung mit DWA-A 779:2023 Nr. 6.1.2 Abs. 9.<\/p>\n<p>Eine nicht vollst\u00e4ndige \u00dcberdachung erfordert eine Regenwasserr\u00fcckhaltung am Standort gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/www.openko.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">KOSTRA<\/a>-DWD-2020 Rasterfeld, z.B. Nr. 121175 (Beispiel f\u00fcr Umweltbundesamt in Dessau), mit 18,1 mm Starkniederschlagsh\u00f6he\/m\u00b2 (= 18,1\/m\u00b2, bei 66 m\u00b2 ~ 1195 L Regenwasserr\u00fcckhaltevolumen; L\u00f6schwasserr\u00fcckhaltung ist hier nicht ber\u00fccksichtigt und ggf. gesondert zu pr\u00fcfen; bisher war die L\u00f6schwasserr\u00fcckhaltung \u00fcber das Rasterfeld m\u00f6glich). gesondert zu pr\u00fcfen; bisher war hier der \u201eDWA-Normregen\u201c mit 50 l\/m\u00b2 anzunehmen) ca. bei einem 15-min\u00fctigen Starkniederschlag alle 5 Jahre (5a) gem. \u00a7 19 Abs. 7 AwSV i.V.m. \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 779:2023 Nr. 6.1.2 Abs. 8. Voraussetzung ist eine in einer Betriebsanweisung festzulegende st\u00e4ndige \u00dcberwachung und ordnungsgem\u00e4\u00dfe kontrollierte Ableitung des anfallenden Niederschlagswassers in die betriebseigene Abwasseranlage (soweit in der Indirekteinleitergenehmigung enthalten) zur Behandlung innerhalb von 15 Minuten (sonst: 72h Betrachtungszeitraum mit 61,0 mm = 61,0 L\/m\u00b2 entsprechend 4026 l Regenr\u00fcckhaltevolumen auf 66 m\u00b2). Da es sich um Werte aus dem Jahr 2020 handelt, sind neuere Starkregenereignisse aus dem Jahr 2024 (z.B. 85 L\/m\u00b2 in N\u00fcrnberg) noch nicht ber\u00fccksichtigt. Es wird auf die verschuldensunabh\u00e4ngige Schadenersatzpflicht nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/whg_2009\/__89.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 89f WHG<\/a> hingewiesen, d.h. es wird empfohlen, eher gr\u00f6\u00dfer zu planen (z.B. nach 30a statt 5a, also 27,5 L\/m\u00b2 bei 15 min Betrachtungszeitraum bzw. 92,5 L\/m\u00b2 bei 72 h Betrachtungszeitraum, ggf. aber auch mehr).<\/p>\n<p>Das erforderliche R\u00fcckhaltevolumen betr\u00e4gt somit bei Anwendung einer Totmannschaltung f\u00fcr die eigentlichen Chemikalien 100 l und bei Anwendung des 5a Betrachtungszeitraumes f\u00fcr das Niederschlagswasser mindestens 1195 l (mit Steuerung und Entlastungsm\u00f6glichkeit) bzw. 4026 l, insgesamt also 1295 l bzw. 4126 l.<\/p>\n<p>Bei Anwendung des 30a Betrachtungszeitraumes &#8211; sofern dieser bei Starkniederschl\u00e4gen \u00fcberhaupt ausreichend ist &#8211; sind es dagegen 1815L bzw. 6105L (jeweils zuz\u00fcglich 100L f\u00fcr die eigentliche Bef\u00fcllung unter Verwendung eines Totmannschalters).<\/p>\n<p>dd. Ablauf mehrerer F\u00fcllleitungen in dieselbe R\u00fcckhalteeinrichtung<br \/>\nGem\u00e4\u00df \u00a7 18 Abs. 7 AwSV i. V. m. \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i. V. m. DWA-A 779:2023 Nr. 6.1.1 Abs. 2 ist eine gemeinsame R\u00fcckhalteeinrichtung f\u00fcr mehrere wassergef\u00e4hrdende Stoffe nicht m\u00f6glich, soweit dadurch die Funktion der R\u00fcckhalteeinrichtung beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n<p>Im Au\u00dfenbereich w\u00e4re hier gem\u00e4\u00df \u00a7 17 Abs. 2 AwSV i.V.m. \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 779:2023 Nr. 5.1.3 Abs. 1 bei direkter Sonneneinstrahlung und einer angenommenen Erw\u00e4rmung auf bis zu ca. 101\u00b0C f\u00fcr PE schwarz bei 60\u00b0C Au\u00dfentemperatur (gem. DWA-A 779:2023 Nr. 5.1.3 Abs. 2) sowie der gr\u00f6\u00dften zu erwartenden Verunreinigung eine gemeinsame R\u00fcckhalteeinrichtung f\u00fcr mehrere wassergef\u00e4hrdende Stoffe nicht m\u00f6glich. 2) sowie der maximal zu erwartenden Temperaturentwicklung der entstehenden Reaktionsw\u00e4rme bei der Neutralisation von regelm\u00e4\u00dfig vorhandenen, industrietypischen Chemikalien, wie z.B. 38% H2SO4 und 50% NaOH, ist mit einer Temperaturerh\u00f6hung von ca. 50\u00b0C, d.h. insgesamt 151\u00b0C zu rechnen. Etwaige Beschichtungen bzw. Kunststoffe w\u00e4ren auf Temperaturbest\u00e4ndigkeit zu pr\u00fcfen und ggf. auszuschlie\u00dfen bzw. es w\u00e4ren separate Auffangwannen, zumindest f\u00fcr H2SO4, erforderlich. Dies gilt auch f\u00fcr eventuelle WHG-Beschichtungen. WHG-Beton nach DAfStb-Richtlinie erf\u00fcllt diese Anforderung regelm\u00e4\u00dfig, vgl. auch \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 786.<\/p>\n<p>ee. Bauliche Ausf\u00fchrung der R\u00fcckhalteeinrichtung<br \/>\nHinsichtlich der Materialauswahl bei der Bef\u00fcllung ist gem\u00e4\u00df \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 786, 5.2 Abs. 2 regelm\u00e4\u00dfig mindestens die Beanspruchungsstufe \u201emittel\u201c zu w\u00e4hlen, da die Ausnahmen der Beanspruchungsstufe \u201egering\u201c nur in seltenen F\u00e4llen zutreffen. Hinsichtlich der baulichen Ausf\u00fchrung \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i.V.m. DWA-A 786, 6 ist weiterhin zwischen den verschiedenen Bereichen innerhalb der R\u00fcckhalteeinrichtung zu unterscheiden:<\/p>\n<p>Diese werden unterteilt in:<\/p>\n<ol>\n<li>Abflussfl\u00e4chen \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV iVm DWA-A 786, 2.1.1 &#8211; kein Teil des R\u00fcckhaltevolumens<br \/>\nAnlagen zum Ableiten fl\u00fcssiger wassergef\u00e4hrdender Stoffe \u00fcber Gef\u00e4lle (in der Regel \u2265 2 %).<\/li>\n<li>Staur\u00e4ume \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV i. V. m. DWA-A 786, 2.1.1 &#8211; Teil des R\u00fcckhaltevolumens<br \/>\nAnlagen zur zeitlich begrenzten R\u00fcckhaltung fl\u00fcssiger wassergef\u00e4hrdender Stoffe (z.B. unterirdische Lagerbeh\u00e4lter, einwandig mit Auskleidung).<\/li>\n<li>Tiefpunkt \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1 AwSV in Verbindung mit DWA-A 786, 2.1.1 &#8211; Teil des R\u00fcckhaltevolumens<br \/>\nEinrichtung, in der sich fl\u00fcssige wassergef\u00e4hrdende Stoffe zuerst ansammeln (z.B. unterster Teil eines Pumpensumpfes, der als Pumpensumpf dient).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Je nach Fall sind verschiedene Bauarten m\u00f6glich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag In den letzten Jahren ist eine H\u00e4ufung von Starkniederschlagsereignissen zu beobachten. Es stellt sich daher die Frage, wie damit beim Umgang mit wassergef\u00e4hrdenden Stoffen umzugehen ist, insbesondere bei der Bemessung des erforderlichen R\u00fcckhaltevolumens der Abf\u00fcllanlage AwSV bei Starkniederschlag, d.h. den baulichen Anlagen, die bei der Bef\u00fcllung von Chemikalientanks in einem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3901,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"greyd_block_editor_preview":[],"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[7,8,9],"class_list":["post-3900","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-alle","tag-harztausch","tag-ionenaustauscher","tag-wechsel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3900"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3900\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4860,"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3900\/revisions\/4860"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3901"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/decker-vt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}